Das KWS Drag-Team beim Halbmarathon in Oberhausen
Endlich ging sie los, die Drachenboot-Rennsaison 2011. Und wie 2010 fand die Eröffnung auch in diesem Jahr auf dem Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen statt. Unterschiede zum vorigen Jahr gab es aber schon. So wurde zum einen der vom TC Sterkrade veranstaltete Halbmarathon in diesem Jahr als „Deutsche Drachenboot-Langstrecken-Meisterschaft“ ausgeschrieben, zum anderen fand der Termin am 26. März und damit rund zwei Wochen früher als im letzten Jahr statt. Zwei fehlende Wochen, die weh tun, nachdem in diesem Winter doch so viele Wassertrainings auf der Saar aufgrund von Hochwasser ausfallen mussten. „Deutsche Meisterschaft“ – das ist ein Titel, der natürlich Anziehungskraft ausübt und dem entsprechend las sich auch die Teilnehmerliste. Bärenstarke Drachenboot-Teams aus ganz Deutschland haben sich in Oberhausen zusammengefunden. Das KWS Drag-Team startete als eines von neun Booten in der Klasse „seniors mixed“, in der es keine Altersbeschränkung gibt und mindestens 8 Frauen im Boot sitzen müssen.
Aus Paddlerinnen und Paddlern der Firmenboote HMK-United, Evonik Flying Energy, Rapid Dragons und D+S, die allesamt bei uns in Burbach trainieren, setzte sich das KWS Drag-Team in Oberhausen zusammen. Jetzt sollte sich zeigen, wie gut unsere Vorbereitungen über den Winter waren. Ab 14 Uhr gingen nach und nach 21 Boote im 30-Sekunden-Takt auf die rund 21 Kilometer lange Strecke. Unterschätzt haben wir ein wenig die Witterungsbedingungen. Zwar blieb es während des Rennverlaufs wenigstens von oben trocken, doch gab es, insbesondere bei Überholungen, starke Wellen, die nicht unerhebliche Wassermengen ins Boot brachten. Schmerzlich vermisst haben wir daher unsere Pumpen, die wir diesmal zuhause gelassen haben und die uns in Bern letztes Jahr so gute Dienste erwiesen. So hieß es zeitweise für das ein oder andere Teammitglied schippen statt paddeln. Mit der stetigen Anfeuerung von Steuermann Claus und Trommlerin Sabine und unter Missachtung aller Schmerzen kämpften wir uns Kilometer für Kilometer durch den Kanal.
„Magische Orte“ stand in großen Lettern auf dem Oberhausener Gasometer, der im Rennverlauf viermal zu passieren war. Für uns gab es nur einen magischen Ort – das Ziel. Und das erreichten wir nach 1 Stunde 39 Minuten und 28 Sekunden sichtlich erschöpft. Leider mussten wir auf dem Weg dahin einige Boote der wie erwähnt starken Konkurrenz passieren lassen. Die vom Veranstalter vorab in unserer Klasse deklarierten Favoriten Hannover, Heilbronn und Mülheim an der Ruhr machten das Rennen wie prognostiziert unter sich aus und auch die Teams aus Borken und Sterkrade waren in diesem Jahr ein wenig zu schnell für uns. So sprang am Ende für die KWS ein solider 6. Platz heraus und beim Anblick der 22 frisch gezapften Pils, die unsere mitgebrachten Fans fürsorglich für uns bereitgestellt hatten, waren alle Strapazen schnell vergessen. Das nächste Langstreckenrennen für das KWS Drag-Team über „nur noch“ 10 Kilometer steht am 16. April in Merzig an.
29.03.2011 / pb
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