Das KWS Drag-Team beim Monkey Jumble

Unter dem englischen Namen "Monkey Jumble", was im Deutschen frei übersetzt soviel wie "Affendurcheinander" bedeutet, fand am 8. Oktober das diesjährige Drachenboot-Langstreckenrennen in Saarbrücken statt. Siebzehn Mixed-Teams, zwei Damen- und ein Jugendboot hatten sich dafür angemeldet. Mit einem unerfreulichen Ereignis begann das Event. Inmitten der sich warmfahrenden Boote rammte das Lindenapotheke Racing Team seitlich das Boot vom Team Flying Energy, das daraufhin kenterte. Für Flying Energy war damit das Rennen schon vor dem Start beendet. Zum Glück gab es außer einigen blauen Flecken keine schlimmeren Blessuren. Die übrigen Boote fanden sich nach und nach in den Startreihen ein, denn erstmalig auf der Saar gab es einen stehenden Massenstart. Jeweils vier Boote teilten sich eine Startreihe, gesetzt wurde nach Eingang der Anmeldung. Das KWS Drag-Team konnte dabei einen Platz in der ersten Reihe ergattern.

Statt mit dem üblichen "are you ready? attention! go!" wurde das Rennen kurz vor der Bismarckbrücke mit einem lauten Kanonenschuss gestartet. Während der Pulverrauch langsam über die Saar zog, machten sich 19 Drachenboote auf die 11 km lange Strecke. Das KWS Drag-Team kam gut aus den Startlöchern und gemeinsam mit dem Boot Trewa X-treme konnte man sich zunächst an die Spitze des Feldes setzen. Auf dem ersten Kilometer zogen erwartungsgemäß die aus Reihe 2 bzw. 3 gestarteten Neckardrachen aus Heilbronn und Drag Attack aus Wuppertal an unserem Boot vorbei. Die Neckardrachen und Drag Attack gehören mit zu den besten deutschen Mannschaften, die auch im internationalen Vergleich ganz vorne mit dabei sind. Unser Vereinsteam konzentrierte sich daher eher auf das übrige Starterfeld. Bis zur ersten Wende nach 1,9 km im Osthafen fuhren das KWS Drag-Team und Trewa X-treme im Kampf um Platz 3 Seite an Seite nebeneinander und auch danach schenkte keiner dem anderen auch nur einen Meter.

Zeitweise fuhren die beiden Boote sogar im gleichen Takt, so dass nicht nur 20, sondern gleich 40 Paddlerinnen und Paddler im Einklang zu den beiden Trommeln die Paddelblätter durchs Wasser zogen. Auf die nachfolgenden Boote bildete sich derweil ein komfortabler Abstand. Nach rund 4 Kilometern passierte man unter dem tosenden Applaus der Fans wieder die Start- und Ziellinie. Im Schiffswendehammer kurz hinter der Westspange ging es dann in die zweite Wende. Mit 5,5 km war genau die Hälfte der Strecke gefahren. Trewa hatte die taktisch günstigere Innenbahn und nutzte diesen Vorteil, um aus der Wende heraus einen Angriff zu starten. Zum Missfallen der KWS gelang der Plan, unser Boot verlor wertvolle Meter. Die Kanu-Wanderer setzten alles daran, Trewa wieder einzuholen und Trewa tat alles dafür, genau dies zu verhindern. Mal verringerte sich der Abstand, mal vergrößerte er sich, doch am Ende nach drei Wenden und 11 Kilometern fehlten den KWS auf den dritten Platz 13,8 Sekunden.

Mit einer Zeit von 51 Minuten und 33,4 Sekunden belegte das KWS Drag-Team somit Platz 4, ein Ergebnis, mit dem man mehr als zufrieden sein kann. Gesiegt hat ungefährdet das Team Drag Attack mit einer Zeit von 48 Minuten und 33,5 Sekunden vor den Neckardrachen, die nach 49 Minuten und 54,6 Sekunden durchs Ziel fuhren.
12.10.2011 / pb
- Hier gibt es das offizielle Endergebnis
- Und hier geht´s zu den Bildern
- Noch mehr Bilder gibt es auf der Seite von Radio Salü
- Hier ein Youtube-Video vom Massenstart
