Das KWS Drag-Team beim 10-km-Langstreckenrennen in Merzig

Auch in diesem Jahr begann die saarländische Drachenboot-Rennsaison - fast schon traditionell - in Merzig. Der Kanu-Club Merzig hatte am 18. April wieder mal zum Langstreckenrennen eingeladen. Das Rennen, das bis einschließlich 2009 über 7 km gefahren und seit letztem Jahr auf 10 km erweitert wurde, ist lange keine rein regionale Angelegenheit mehr. Neben den üblichen Verdächtigen aus dem Saarland nahmen in diesem Jahr Mannschaften aus Schierstein, Koblenz, Mannheim, Frankfurt und Aschaffenburg teil. 2010 hatte das KWS Drag-Team das erhoffte Podium mit Platz 4 knapp verpasst, für dieses Jahr hatten wir uns wieder das gleiche Ziel gesteckt. Kein einfaches Unterfangen bei einem Teilnehmerfeld von insgesamt 17 Booten, doch das Team fühlte sich gut vorbereitet. Gestartet wurde im 10-Sekunden-Takt. Mit der Startnummer 15 ging unser Boot relativ spät auf die Strecke. Für einen Platz auf dem Treppchen waren somit einige Überholmanöver vonnöten.

Der Starter zählte die Sekunden runter, das Boot setzte sich in Bewegung und los ging es. Das erste Boot hatten wir bereits nach wenigen hundert Metern eingeholt, bis zur ersten Wende nach 2,5 km folgten weitere. Jetzt wurde die Pumpe eingeschaltet, denn durch die Überholungen sammelte sich bereits langsam Wasser im Boot. Nach der Wende folgte der Angriff von Trewa X-treme, die 10 Sekunden nach uns mit der Nummer 16 gestartet waren. Lange konnten wir uns wehren, doch schließlich zog Trewa an uns vorbei. Als wir nach der Hälfte der Strecke in die zweite Wende gingen, hatten wir bereits viele der vor uns gestarteten Boote passiert. Auf dem Weg zu Wende Nr. 3 schnappten wir uns zwei weitere Boote, danach überholten wir letztendlich noch das Boot mit der Startnummer 1. Jetzt lagen nur noch D+S, Trewa und der Schängel-Express vor uns, der Abstand zu dem 80 Sekunden vor uns gestarteten Schängel-Express hatte sich bis ins Ziel allerdings deutlich verkürzt.

Doch wie weit weg war das Team Reichert-Scheidt, das 30 Sekunden nach uns gestartet war? Der Ergebniszettel brachte die Erlösung. Mit einer Zeit von 47 Minuten und 35 Sekunden waren wir nicht nur 32 Sekunden schneller als im Vorjahr, sondern auch sicherer Dritter. Der angestrebte Platz auf dem Podium war erreicht und die Freude groß, als wir den Pokal in Empfang nahmen. Gewonnen hat das Rennen die Mannschaft D+S mit einem Vorsprung von 4 Sekunden auf Trewa X-treme. Für das KWS Drag-Team geht es nun mit den Vorbereitungen auf die Kurz- und Mittelstreckenrennen in Hannover und Schierstein weiter.
18.04.2011 / pb
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