Drachenboot-Regatta in Essen-Kupferdreh


Am 8. Juli startete das KWS Drag-Team bei der 14. Kupferdreher Drachenboot-Regatta in Essen.

Der Turnverein 1877 e.V. Essen-Kupferdreh ist ein recht großer Verein, der ganze 15 Sportarten betreibt, gefühlt so ziemlich alles außer Fußball. Auch Drachenbootsport gehört zu den Sparten des Vereins und das vereinseigene Breitensport-Boot ist uns seit mehreren Jahren als nicht leicht zu schlagender Gegner von vielen nationalen Regatten bekannt. Da wir noch nie an der Drachenboot-Regatta des TVK teilgenommen hatten, die dieses Jahr schon das 14. Mal stattfand, dachten wir uns, es wäre mal an der Zeit, in Essen-Kupferdreh mit dem KWS Drag-Team vorbeizuschauen.

Der TVK hat seine Heimat im Süden Essens am Baldeneysee, einem Stausee der Ruhr. Neben dem idyllisch gelegenen Vereinsheim waren sauber die 27 Teampoints der teilnehmenden Mannschaften aufgereiht. Zwölf dieser Teams nahmen am "Kupferdreher Dreikampf" teil, so auch wir. Das Leistungsniveau hier entsprach in etwa der Breitensport-Klasse. Die übrigen 15 Teams kämpften im Wettbewerb "Kurzstrecke+" um die Plätze.

Der Kupferdreher Dreikampf besteht aus zwei 250-Meter-Rennen, zwei Läufen über jeweils 440 Meter und einem abschließenden 2.500-Meter-Verfolgungsrennen. Gewertet wird so, dass in allen fünf Durchgängen der jeweils Schnellste 0 Punkte bekommt, alle anderen erhalten Strafpunkte in Abhängigkeit ihres Zeitabstandes zum Spitzenreiter des Durchgangs. Wer am Ende die wenigsten Strafpunkte hat, gewinnt die Regatta. Dieses System hat zur Folge, dass man in jedem Lauf auch bei großer Führung nichts aufsparen darf, um den anderen möglichst viele Punkte aufzubrummen bzw. selber möglichst wenige zu bekommen.

Nach den beiden 250-Meter-Rennen fanden wir uns im Tableau auf Platz 2 wieder hinter den Eisvögeln aus Duisburg. Noch waren die Punktestände der teilnehmenden Teams nicht weit auseinander. Bei den anschließenden 440-Meter-Läufen konnten wir auf unsere Verfolger den Abstand deutlich vergrößern. Beide Rennen gewannen wir jeweils mit gut einer Bootslänge Vorsprung. Beim ersten der beiden Rennen stand sogar die erwünschte 0 bei uns auf dem Ergebniszettel. Den Eisvögeln, die auf den 250 Metern keine Strafpunkte erhielten, konnten wir hier immerhin 51 Zähler aufs Konto buchen. Nicht viel, aber dennoch machte das Mut für das letzte Rennen über 2.500 Meter.

Gestartet wurde hier im 10-Sekunden-Abstand. Das Team mit den meisten Punkten musste als erstes auf die Strecke mit vier Wenden, die Mannschaft mit den wenigsten Punkten als letzte. Für uns hieß das Startnummer 11. Unser Fünkchen Hoffnung, vielleicht doch noch ein kleines Wunder zu schaffen, wurde relativ zügig begraben. Während wir die vor uns gestarteten Gastgeber aus Essen überholten, kassierten uns die Duisburger. Jetzt galt es, sich taktisch klug im Getümmel zu schlagen. Platz 1 war in weite Ferne gerutscht und zu den Verfolgern war punktemäßig ausreichend Luft. Also bloß keinen Fehler in den Wenden machen. Auf dem Weg ins Ziel überholten wir noch die Dutch Dragons aus den Niederlanden. Auf alle anderen vor uns gestarteten Boote konnten wir den Abstand auf der Strecke teilweise deutlich verkürzen.

Um so überraschter waren wir, als wir bei der Siegerehrung mit einer Urkunde für den 7. Platz beglückwünscht wurden. Auch der Veranstalter merkte, dass da vermutlich etwas nicht stimmen kann und versprach, nochmal in Ruhe alle Punkte der Teams mit dem spitzen Bleistift zusammenzurechnen. Am darauffolgenden Tag kam dann auch die Ergebniskorrektur. Platz 2 hinter den Duisburger Eisvögeln, vor den Blue Dragons aus Borken und dem TVK aus Essen.

Abgesehen von dem kleinen Punkte-Malheur kann man zusammenfassen: Wetter gut, Strecke gut, Organisation gut, Stimmung gut, persönliche Leistung gut. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung, die uns sehr viel Spaß gemacht hat.

(pb)